Caye Caulker

Die Caye Caulker (spanisch: Cayo Caulker) ist eine kleine Koralleninsel etwa 32 Kilometer vor der Küste Belizes in der Karibik. In ihrer Nord-Süd-Ausdehnung ist die Insel etwa acht Kilometer lang, in der Breite misst sie maximal 1,5 Kilometer. Da die höchste Erhebung nur etwa 2,5 Meter über dem Meeresspiegel liegt ist die Caye Caulker durch Sturmfluten infolge von Hurrikans gefährdet. Trotzdem leben auf dem Eiland etwa 2.000 Menschen – traditionell vom Fischfang und zunehmend vom Tourismus.

Seit den Anfängen des Reiseverkehrs in den 1960er Jahren, als erste Meeresbiologen und Backpacker kamen, ist die Zahl der Besucher stark gestiegen. Inzwischen gibt es mehr als 50 Pensionen auf der Insel. Wichtigste Sehenswürdigkeiten sind die vorgelagerten Korallenriffe, die beim Tauchen oder Schnorcheln erkundet werden können. Sie sind Teil des Belize-Barrier-Riffs (Belize Barrier Reef). Ein Highlight des Tauchtourismus sind die Expeditionen zum Great Blue Hole, einer 125 Meter tiefen Doline inmitten flacher Korallenriffe. Zur Berühmtheit des nahezu kreisrunden, tiefblauen Lochs 70 Kilometer vor der Küste Belizes hat auch der französische Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau beigetragen, der dort einen Film drehte. Heute gilt das Great Blue Hole als bekanntester Tauchplatz des mittelamerikanischen Landes.

Eine Besonderheit der Caye Caulker ist, dass die Insel seit den 1960er Jahren zweigeteilt ist. Als Ursprung der Teilung gilt der Hurrikan Hattie, der 1961 die Insel überschwemmte und eine wenige Zentimeter tiefe Rinne quer durch das Eiland hinterließ. Um eine schnellere Bootsverbindung zwischen der Ost- und der Westseite zu bekommen, hoben Insulaner in der Folge einen Graben aus, der dann durch die Gezeiten immer tiefer ausgespült wurde und heute bis zu 30 Meter tief ist.