Galapagos-Inseln

Ihr enormer Artenreichtum, schon aufgezeichnet von Charles Darwin, hat die Galapagosinseln (auch: Galápagos-Inseln; spanisch: Islas Galápagos; offiziell: Archipiélago de Colón) berühmt gemacht. Das Archipel vulkanischen Ursprungs liegt 906 Kilometer vor der Festlandküste Ecuadors auf beiden Seiten des Äquators im Pazifik und beherbergt zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten.

Berühmt durch Darwin

Als der englische Biologe Darwin 1835 an Bord des Forschungsschiffs HMS Beagle auf die Inseln kam, brachten ihn auch die Entdeckungen dort zu seiner Evolutionstheorie. Ihren Namen hatte die Inselgruppe zwar auch aufgrund einer dort vorkommenden Tierart bekommen, dies allerdings schon im 16. Jahrhundert. Galapágo ist das spanische Wort für einen Wulstsattel, dem der Panzer der Galapagosschildkröten im Auge eines frühen Betrachters ähnelte. In den folgenden Jahrhunderten wurden die damals unbewohnten Inseln hauptsächlich von englischen Piraten als Basis für Überfälle auf spanische Schiffe genutzt. 1832 annektierte Ecuador die Inselgruppe.

Streng geschützt

Heute stehen sowohl die Inseln als auch die Meeresbereiche des Archipels unter dem strikten Schutz des 1959 gegründeten Nationalparks Galápagos (spanisch: Parque Nacional Galápagos) und des 1998 ausgerufenen Meeresschutzgebiets Reserva Marina Galápagos. Die beiden Reservate, die zusammen 97 Prozent der Insel- und 99 Prozent der Wasserfläche des Archipels abdecken, sind seit 2001 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Die Sehenswürdigkeiten der Insel sind vor allem ihre endemischen Tierarten, darunter 15 verschiedene Arten von Galapagos-Riesenschildkröten, der Galapagos-Landleguan, die Meerechse, der Galapagos-Pinguin, 13 verschiedene Arten von Darwinfinken und der Galapagos-Seelöwe.