Cartagena

Prächtige Kolonialzeitbauten nach dem Vorbild Andalusiens und weiße Sandstrände machen Cartagena (mit vollem Namen: Cartagena de Indias) zum Highlight an der Karibikküste Kolumbiens. Ihrer Lage verdankt die Stadt auch ihre historische Bedeutung. Für die spanischen Eroberer war Cartagena ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen den Inseln der Karibik und dem südamerikanischen Festland. Über den Hafen von Cartagena lief ein Großteil der Ausfuhr peruanischen Silbers, und auch sonst hatte die Stadt große Bedeutung als Handelszentrum. Über Cartagena wurden zudem afrikanische Sklaven in die Kolonien verschleppt.

Wichtiger Handelshafen

Gegründet wurde Cartagena bereits 1533, fünf Jahre vor der etwa 1000 Kilometer südlich im Inland gelegenen Hauptstadt Bogotá. Indigene Siedlungen im Raum des heutigen Cartagena reichen bis ins Jahr 4000 vor unserer Zeitrechnung zurück. Die heute mit gut einer Million Einwohnern fünftgrößte Stadt in Kolumbien hat noch immer große Bedeutung für die Seefahrt und inzwischen auch für die petrochemische Industrie. Zugleich ist Cartagena einer der wichtigsten Anziehungspunkte für Touristen an der kolumbianischen Karibikküste. Die ummauerte Altstadt und die Festungsanlagen von Cartagena gehören seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Koloniale Architektur und Korallenriffe

Wichtige Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind die Klosteranlage Convento de Santa Cruz de la Popa (Nuestra Señora de la Candelaria de la Popa), die Kathedrale Catedral Basílica Metropolitana de Santa Catalina de Alejandría, der heute als Museum dienende Palast der Inquisition (Palacio de la Inquisición), das kulturhistorische Zenú-Goldmuseum (Museo del Oro Zenú), wo vor allem Artefakte des indigenen Volks der Zenú zu sehen sind, und das Stadttor Puerta del Reloj. Von Cartagena aus legen Boote zur Isla de Barú mit ihren palmengesäumten Stränden und zur für ihre Korallenriffe bekannten Inselgruppe Islas del Rosario ab.