Valle de Viñales

Bekannt ist das Valle de Viñales (Viñales-Tal) in Kubas westlichster Provinz Pinar del Río für seine abgerundeten Kegelkarstberge (Mogotes), die wie Inseln aus dem Tal ragen. Die Karstdepression ist in dieser Form nirgendwo sonst in der Karibik zu finden. Seit 1999 zählt die einmalige Kulturlandschaft rund um den kleinen Ort Viñales, 180 Kilometer südwestlich von Kubas Hauptstadt Havanna, zum UNESCO-Welterbe.

Tabak-Anbau und Mogotes

Entstanden sind die Berge, die zur geologisch ältesten Gesteinsformation Kubas zählen, vor etwa 170 Millionen Jahren durch Kalkkorrosion. Die Mogotes, die viele Kletterer anziehen, erreichen Höhen von bis zu 400 Metern über der umliegenden Ebene. Zu den Sehenswürdigkeiten der Region zählen neben den eindrucksvollen Gesteinsformationen auch die bunten Kolonialzeit-Holzhäuser des Ortes und vor allem der traditionelle Tabak-Anbau auf den umliegenden Feldern. Das Handwerk wurde ebenfalls von der UNESCO gewürdigt, einige Felder und die dazugehörenden Verarbeitungsbetriebe können besichtigt werden.

Höhlen und Riesen-Wandbild

Ein Highlight der Karstlandschaft sind ihre zahlreichen Höhlen, durch die unterirdische Kanalsysteme verlaufen, von denen einige mit kleinen Booten auf geführten Touren erkundet werden können. Eine weitere Sehenswürdigkeit der Gegend ist die gigantische Mural de la Prehistoria (Wandbild der Vorgeschichte). Das zwischen 1959 und 1962 geschaffene Kunstwerk von Leovigildo González Morillo auf einem Karstfelsen nahe der Ortschaft Dos Hermanas, vier Kilometer westlich von Viñales, misst etwa 120 mal 160 Meter und stellt in zwölf Szenen die Evolutionsgeschichte Kubas dar.