Havanna

Havanna (spanisch: La Habana) ist die Hauptstadt Kubas und spätestens seit dem Sieg der Revolution 1959 ein Sehnsuchtsort für Reisende aus aller Welt. Die mit 2,1 Millionen Einwohnern zweitgrößte Metropole der Karibik (nach Santo Domingo) ist politisches, ökonomisches und kulturelles Zentrum Kubas.

Anfänge als Handelsstation

Die spanische Kolonialmacht gründete Havanna 1519 – nach einigen erfolglosen Versuchen an anderen Orten der Insel – an der Flussmündung des Río Almendares an der Nordküste. Havanna hatte zunächst strategische Bedeutung als Handelsstation bei der Ausweitung des Kolonialreichs. Aufgrund zahlreicher Piraten- und Freibeuter-Attacken wurde die Stadt nach und nach befestigt. Nach einer kurzzeitigen Eroberung Havannas durch britische Truppen 1762 ließ die spanische Krone schließlich auf einer Anhöhe am Ostufer des Hafens eine massive Festung errichten. Das Fortaleza de San Carlos de la Cabaña, heute kurz La Cabaña genannt und für die Öffentlichkeit zu besuchen, war seinerzeit das zweitgrößte Fort in den Amerikas.

Paläste zu Museen!

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Havannas gehören die Altstadt Habana Vieja, die zusammen mit La Cabaña seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie das kolossale Kapitol (El Capitolio Nacional), das inzwischen als Sitz der Kubanischen Akademie der Wissenschaften dient und das Naturgeschichtliche Museum Museo Nacional de Historia Natural beherbergt. Die jüngere Geschichte des Landes erzählt das Revolutionsmuseum (Museo de la Revolución) im ehemaligen Präsidentenpalast. Dort ist auch die legendäre Granma zu besichtigen, die Yacht, auf der die Revolutionäre nach Kuba übersetzten. Weitere Highlights der Stadt sind die lange Uferpromenade Malecón sowie die zahlreichen Oldtimer, die als Taxis dienen. Einen Besuch wert sind auch die Herstellungsstätten der kubanischen Exportschlager: Rum und Zigarren.