Cozumel

Umgeben von Korallenriffen ist Cozumel ein Tauch- und Schnorchel-Paradies. Auf Mexikos größter Karibikinsel dreht sich nahezu alles um das Meer. Die Wirtschaft der 48 Kilometer langen und 16 Kilometer breiten „Schwalbeninsel“ (vom Maya-Begriff „Ah Cuzamil Peten“, spanisch: „Isla de las Golondrinas“) basiert vor allem auf dem Tourismus und mit ihm verbundenen Aktivitäten wie Tauchausflügen, Angeltouren oder Kite-Surfen.

Maya-Besiedlung

Eine Pilgerstätte war Cozumel aber schon lange vor seiner Neuerfindung als Wassersport-Mekka. Die Maya siedelten bereits im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung auf der nur 19 Kilometer vor der Halbinsel Yucatán gelegenen Insel und errichteten Tempel, die vor allem auf Fruchtbarkeit hoffende Frauen anzogen. Manche der Ruinen sind heute noch als Sehenswürdigkeiten erhalten. Der Niedergang der Kultur begann, als die Spanier im 16. Jahrhundert die Pocken auf die Insel brachten. Von etwa 10.000 Einwohnern im Jahr 1520 sank die Bevölkerungszahl bis 1570 auf nur noch 186 Männer und 172 Frauen. Weil in der Folge auch noch Piraten Cozumel ins Visier nahmen, wurde der Großteil der verbliebenen Insulaner Mitte des 17. Jahrhunderts aufs Festland zwangsumgesiedelt.

Korallenriffe und Nasenbären

Größere Siedlungen wurden erst ab 1848 wieder aufgebaut, als Flüchtlinge des als „Kastenkrieg“ in die Geschichte eingegangenen, letztlich fehlgeschlagenen Befreiungskampfes der Maya auf Yucatán auf Cozumel Zuflucht suchten. 1849 gründeten sie an der geschützten Westküste die Inselhauptstadt San Miguel de Cozumel, in der heute etwa 80.000 der etwa 100.000 Insulaner leben. Auf der dem offenen Meer abgewandten Seite der Insel liegen auch die wichtigsten Korallenriffe. Darüber hinaus beherbergt die nur bis zu 15 Metern hohe und weitestgehend von Mangroven bedeckte Insel etliche endemische Tierarten wie den Cozumel-Nasenbären und den Cozumel-Waschbären. Auch der Gemeine Schwarzleguan und die Westatlantische Landkrabbe fühlen sich im tropischen Klima der ganzjährig warmen und humiden Insel wohl. Reise-Tipp: Für Menschen ist das angenehmste Wetter in der kurzen Trockenzeit von Februar bis April zu erwarten.