Corn Islands

Die Corn Islands, 70 Kilometer östlich von Nicaraguas Festlandküste in der Karibik gelegen, haben zwar auch einen spanischen Namen, Islas del Maíz, verwendet wird aber auch in Nicaragua fast ausschließlich die englische Bezeichnung. Das liegt daran, dass die nur gut 7000 Einwohner der beiden Inseln – Little Corn Island und Big Corn Island – mehrheitlich kreolischer Abstammung sind und Englisch sprechen. Die Gründe dafür sind in der Geschichte zu finden: Von 1655 bis 1860 waren die nur 2,9 und 10 Quadratkilometer großen Eilande britisches Protektorat, zwischen 1914 und 1971 zudem von den USA gepachtet.

Erreichbarer Geheimtipp

Wo einst Piraten auf reich mit Gold beladene spanische Schiffe lauerten, dreht sich das entspannte Leben heute vor allem um Fischfang, ein wenig Landwirtschaft und etwas Tourismus. Zwar sind die Inseln aus Nicaraguas Hauptstadt Managua über den Corn Island Airport im Hauptort Brig Bay auf der größeren Insel erreichbar und werden auch einmal wöchentlich per Fähre aus Bluefields angesteuert – vor den großen Touristenströmen blieben sie bisher aber dennoch verschont. So sorgen ein paar Strandbars, die bevorzugt Hummer und Shrimps auf der Karte haben, und endlose palmengesäumte Sandstrände dafür, dass die Bezeichnung „Geheimtipp“ für die Corn Islands noch wahre Berechtigung hat.

Vom Korallenriff in den Dschungel

Neben so veritablen Freizeitbeschäftigungen wie Sonnenbaden und Schwimmen, locken vor allem Tauch- und Schnorchelausflüge zu den hervorragend erhaltenen Korallenriffen Besucher auf die Inseln. Im ganzjährig warmen Wasser tummeln sich neben allerlei Rifffischen auch Meeresschildkröten, Rochen und Hammerhaie. Auch die Dschungel im Inselinneren können bei geführten Wanderungen erkundet werden. Angenehmes Wetter ist dabei fast garantiert: Das Klima ist tropisch, die Temperaturen liegen ganzjährig um 28 Grad. Von Januar bis Mai regnet es dabei weniger als im Rest des Jahres.