Machu Picchu

Gelegen auf 2430 Metern Höhe in den Bergen der Anden ist Machu Picchu eine der bekanntesten Ruinenstädte der Inka. Erbaut wurde die Festungsstadt wahrscheinlich um das Jahr 1450 für den Inka-Herrscher Pachacuti, der ab 1438 regierte. Moderne Radiokohlenstoffdatierungen deuten jedoch darauf hin, dass die Stätte bereits ab 1420 bewohnt war. Seit 1983 ist Machu Picchu Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Heute sind wesentliche Teile der 1000 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima gelegenen Siedlung restauriert.

Nur ein Jahrhundert bewohnt

Bewohnt wurde Machu Picchu von den Inka nur für etwa ein Jahrhundert. In etwa zur Zeit der spanischen Eroberungen Mitte des 16. Jahrhunderts verließen die Einwohner die Stadt bereits wieder. Erste Europäer haben die Ruinen, die auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln Huayna Picchu (Quechua für „Junger Berg“) und Machu Picchu (Alter Berg) in den Ostkordilleren liegen, soweit bekannt aber erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt.

Keine Schrift, viele Geheimnisse

Da die Inka keine Schriftsprache verwendeten, ist über die Bedeutung der Gebäude relativ wenig sicher bekannt. Errichtet wurden die Bauwerke mit Trockensteinmauern, verbunden waren die auf Terrassen angeordneten 216 Gebäude durch ein Netzwerk von Treppen. Wichtigste Sehenswürdigkeiten der heutigen Ruinenstadt sind der Intihuatana, ein als astronomische Uhr oder Kalender angelegter Ritual-Monolith, der Sonnentempel und der Tempel der Drei Fenster (Templo de las Tres Ventanas Machu Picchu).