Vulkan Arenal

Jahrhundertelang blieb der Vulkan Arenal (spanisch: Volcán Arenal) inaktiv – bis er 1968 unerwartet doch ausbrach und die Kleinstadt Tabacón zerstörte. 87 Menschen kamen ums Leben. Bis 2010 war der Vulkan anschließend aktiv – die zehntlängste Ausbruchsdauer, die seit 1750 weltweit registriert wurde. Inzwischen schläft der 1670 Meter hohe Arenal wieder und ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Costa Ricas.

Generationentreffen der Vulkane

Der Vulkan, 90 km nordwestlich der Hauptstadt San José gelegen, ist Teil des nach ihm benannten Parque Nacional Volcán Arenal (Vulkan-Arenal-Nationalpark), zu dem noch ein zweiter Vulkan, der Chato, gehört. Letzterer war jedoch seit etwa 3500 Jahren nicht mehr aktiv, in seinem Krater hat sich eine Lagune gebildet, umgangssprachlich wird er als einfacher „Berg“ bezeichnet: Cerro Chato. Anders als der Chato gilt der Arenal als äußerst junger Vulkan, geschätzt weniger als 7500 Jahre alt. Für sein geringes Alter hat der Vulkan allerdings bereits eine stattliche Reihe an Namen angesammelt: Bekannt ist der Arenal auch als Pan de Azúcar, als Volcan Río Frío, als Canaste, schlicht als Volcan Costa Rica oder als Guatusos Peak.

Vogelparadies

Im Nationalpark um den Arenal kommen Naturfreunde voll auf ihre Kosten. Panama-Kapuzineraffen turnen durch die Baumkronen, wo sie einerseits jungen Weißrüssel-Nasenbären nachstellen, sich zugleich aber vor Jaguaren in acht nehmen müssen. Da die meisten der etwa 850 in Costa Rica vorkommenden Vogelarten auch im Park zuhause sind, gilt er zudem als Eldorado für die Vogelbeobachtung.