Santo Domingo

Santo Domingo ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik und mit gut drei Millionen Einwohnern die größte Metropolregion in der Karibik. In der Kernstadt selbst leben etwa 1,5 Millionen Menschen. Santo Domingo ist das politische, wirtschaftliche, finanzielle, industrielle und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt liegt auf der zweitgrößten Karibik-Insel Hispaniola, die sich die Dominikanische Republik mit Haiti teilt.

Sitz der Kolonialmacht

Gegründet wurde Santo Domingo bereits 1496 durch die spanischen Eroberer, was die Stadt zur ältesten durchgängig bewohnten europäischen Siedlung auf dem amerikanischen Doppelkontinent macht. Vor der Ankunft Christopher Columbus‘ 1492 besiedelte das indigene Volk der Taíno die Insel, die von dessen Angehörigen Quisqueya (Mutter aller Länder) und Ayiti (Land der hohen Berge) genannt wurde. Zunächst am Ostufer der Mündung des Río Ozama errichtet, verlegten die Spanier die Stadt nach der Zerstörung durch einen verheerenden Hurrikan 1502 auf die gegenüberliegende Flussseite. In der Folge gewann Santo Domingo rasch an Bedeutung als erster Sitz der spanischen Kolonialmacht in den „Neue Welt“ genannten eroberten Gebieten.

Vergangenheit sichtbar gemacht

Heute genießt die historische Altstadt von Santo Domingo, die Ciudad Colonial, UNESCO-Weltkulturerbestatus. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die ab 1512 als erste Kathedrale in den Amerikas erbaute Basílica Catedral Metropolitana Santa María de la Anunciación Catedral Primada de América, die Ruine des ersten Klosters Monasterio de San Francisco und der von 1510 bis 1514 als Hauptsitz der Kolonialmacht erbaute Palast Alcázar de Colón, der heute ein Museum beherbergt. Weitere Highlights sind das Museo de las Casas Reales im ehemaligen Gouverneurspalast, die Fortaleza Ozama an der Flussmündung, älteste europäische Festung in den Amerikas, und die Plaza de la Cultura, an der bedeutende kulturelle Institutionen wie das Teatro Nacional (Nationaltheater) gelegen sind.