El Yunque National Forest

Der El Yunque National Forest (spanisch: Bosque Nacional El Yunque) ist ein tropischer Regenwald im Nordosten von Puerto Rico, der sich über die Berge der Sierra de Luquillo erstreckt. Benannt ist der Wald nach dem zweithöchsten Berg des Höhenzugs, dem 1080 Meter hohen Pico El Yunque, der stets von einem schwachen Nebelschleier umgeben ist und den indigenen Taíno als heiliger Ort galt.

Schutz vor Abholzung

Der El Yunque National Forest ist der einzige tropische Regenwald im Einflussbereich der US-Forstbehörde United States Forest Service. Als geschützter Staatsforst etabliert wurde der etwa 50 Kilometer südöstlich von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan gelegene Wald bereits 1903, damals noch unter dem Namen Luquillo Forest Reserve und gerade noch rechtzeitig vor der vollständigen Abholzung der Insel. Die Bergwälder in der Sierra de Luquillo gehörten bereits damals zu den letzten verbliebenen Wäldern Puerto Ricos. Trotzdem wurde auch der zwischenzeitlich in Caribbean National Forest umbenannte Wald in beiden Weltkriegen noch zum Holzeinschlag genutzt. Seinen aktuellen Namen erhielt der Wald erst 2007 per Executive Order von George W. Bush.

Wanderziel mit seltenen Vogelarten

Heute kann die dschungelartige Pflanzenwelt des El Yunque National Forest auf etlichen Wanderwegen erkundet werden. Highlights der Wanderungen sind die zahlreichen Wasserfälle, die oft mit kleinen natürlichen Pools zum Baden einladen. Zu den schönsten gehören die La Mina Falls. Die Wälder sind zudem Heimat seltener Vogelarten wie der Puerto-Rico-Amazone, einer endemische Papageienart, und des Puerto-Rico-Waldsänger, der erst 1968 entdeckt wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten des 113 Quadratkilometer großen Areals zählen auch etliche Felsgravuren der Taíno.